U3 Betreuung in Flingern-Süd
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... und den seltsamen Namen

Meine Arbeit mit Kindern begann ich im Jahr 2006 eher zufällig als Freiwilligenarbeit während einer Sprachreise nach Guatemala. Knapp zwei Jahre später übernahm ich am Atitlán-See die Leitung einer Tagesstätte für Kinder alleinerziehender indigener Frauen. Nach Projektende im Herbst 2014 verlegte ich meinen Lebensmittelpunkt wieder nach Düsseldorf, wo ich am 4. Mai 2015 die Xocomil Kindertagespflege eröffnete. Als Begleiterin der Kinder auf ihrem ganz individuellen Entwicklungsweg lege ich besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Außerdem ist mir eine gesunde Ernährung wichtig. Und wenn ich nicht gerade arbeite, dann studiere ich Soziale Arbeit an der TH Köln. 

Das Wort Xocomil [ʃɔkɔˈmɩl] stammt aus den Mayasprachen K'iche', Kaqchikel und Tz'utujil. Es eint die Erinnerung an die Anfänge meiner Arbeit mit Kindern, die Verbundenheit mit Land und Leuten, den Respekt vor Kultur und Tradition und eine positive Einstellung zur Zukunft.

Xocomil nennen die Maya in Guatemala einen Wind, der am Nachmittag über den von Bergen und Vulkanen umgebenen Atitlán-See streicht, und der der Legende zufolge das Zusammentreffen zweier Königskinder verkörpert, die zu Lebzeiten nicht zusammen kommen konnten. In Anlehnung an ihre Charaktere verwandelten die Götter sie in eine sanfte Brise und ihn in einen Orkan, und so streifen die beiden gemeinsam über das Wasser und nehmen die Schuld all derer mit sich, die ihre Fehler tatsächlich bereuen.

In der Xocomil Kindertagespflege möchte ich meine in den vergangenen Jahren erworbenen Erfahrungen gerne hier in meiner Heimat umsetzen und meine Arbeit und Kompetenzen weiterentwickeln.